Mission Camino, Teneriffa und die Tiere

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Ich hab wahrlich lange nichts mehr geschrieben hier.

Das Leben hatte mich in seiner ganzen Fülle und es bedurfte meiner ganzen Präsenz, um das alles zu würdigen. Vielleicht ist jetzt auch einfach ein Bogen geschlossen. Ein Bogen, der mit dem spontanen Marschbefehl am 9. April begann: „Lös dein Leben in Deutschland auf, mach den Camino Santiago, danach lebe in Teneriffa.“ Das macht man ja nicht einfach mal so.

Das war ziemlich viel Holz. Administrativ, aber auch, was physische und psychische Kräfte betrifft.

Der Auflösung in Deutschland folgten ja zwei Sachen: Der Camino, ein Abenteuer für sich – und die Umsiedelung.

Hier ein Bild der leeren Wohnung – meinem Domizil, dem ich nach 13 Jahren den Rücken kehre – dies war, buchstäblich, der letzte Blick zurück. Ich übergab der Verwaltung die Schlüssel und bestieg das Auto vor der Türe.

 

 

Und hier ein Bild des wirklich vollen Autos. Es ist wahrlich nicht klein. Hinten war noch knapp Platz für Dingo und Angelina, meine beiden Hunde, die mit auf den Camino gehen würden. Plus meine beiden Katzen, die mit Auto und den Sachen zunächst in St. Gallen bleiben, bis dorthin ging die Fahrt am 19. August 2016. Und dann von dort parallel zu meinem Wandern in Spanien nach Teneriffa gefahren werden sollten. Und wurden. Dies ist insofern eine mehrfache „Living on Mission“- Geschichte, als die beiden Frauen, bei denen alles zunächst gelandet und von denen dann alles weiter transportiert wurde, ebenfalls Missionistas sind- Frauen, die den Find your Mission!-Prozess erfolgreich abgeschlossen haben. Und das ganze Abenteuer zu einem Teil ihrer Mission gemacht haben.

In meiner Familie fiel das große Wort „Auswandern“. Damit konnte und wollte ich mich so gar nicht identifizieren.  In jedem Fall gabs aber viel „Wandern“. Hier ein Bild von mir und den Hunden auf dem Camino Santiago, dem klassischen Jakobsweg zwischen St. Jean Pieds de Port und Santiago de Compostela.

Heiss wars! Bis in den September hinein 38°. Was man an dem wassergetränkten T-Shirt um meinen Hals gut erkennen kann.

650 km sind wir gegangen. Zu Fuß und zu Pfote. Es war absolut einmalig. Eine köstliche Strapaze, gefüllt mit Lachen, Weinen, Staunen und Atemlosigkeit ob der ergreifenden Schönheit der spanischen Landschaften; tollen Begegnungen mit anderen, mir selbst und Gott. Die Magie des Camino lässt sich wirklich nur schwer vermitteln. Gehört zu den „Kann man nicht erklären, muss man gemacht haben“-Erfahrungen. Wer mein Wandertagebuch mit allem, was ich erlebt habe auf FB lesen möchte, befreundet mich einfach dort. Für Freunde ist es freigeschaltet.

Dann im Oktober auf Teneriffa angekommen, dort erstmal in verschiedenen Ferienappartements untergebracht, Haus suchend, weitere Tiere auflesend. Tatsächlich ist das Teil meiner Mission: Zuständigkeit für unsere felligen Anverwandten. Besonders hier im Süden gehe ich bereits mit Scheuklappen durch die Gegend, denn die Fälle sind wirklich überall. Ich habe so eine Art Deal mit dem Leben: Wenn ich zuständig bin, setze es mir bitte unmissverständlich auf den Schoss. Demnach ist alles, was direkt auf meiner Strasse ist, für mich. In dem Fall waren es 4 weitere Katzen.

Bis zum Finden meines Domizils haben wir zudem Gemeinschaft on Mission leben, bzw. Beziehung on Mission gestalten intensiv geübt und gelebt. Denn die beiden Missionistas waren von der Insel so angezündet wie ich. Und blieben noch eine kleine Weile.

Der Bogen, der im April 2016 begonnen hatte, schloss sich dann im Februar. Seit Mitte Februar leben wir 9 in diesem wunderhübschen Haus. 

 

 

 

 

Und das ist eine unserer täglichen Spaziergehrouten:

 

Ich nehme an, es wird deutlich, warum ich meinen Lebensmittelpunkt hierher verlegt habe. 🙂

Nun, da ich ein wenig gesettled bin, nehme ich meine Arbeit wieder auf, genaugenommen eine meiner Lieblingsleidenschaften – Menschen dem Mainstream zu entreißen, sie wach zu machen von ihrem unbewussten Zugehörigkeitsschlaf. Und lebendig. Und zu erinnern, dass sie ein gebürtliches Recht auf Erfüllung haben. Und ihnen den Schlüssel dafür in die Hand zu geben.

Ich coache inzwischen ausschließlich über Skype. Was sich bei einer meiner ersten Auszeiten als günstiger Umstand ergeben hat, ist inzwischen zum äußerst beförderlichen Standard geworden. Denn im Coaching gehe ich tief und komme nah. Da ist die gewisse künstliche Distanz erstaunlicherweise beförderlich. Jede|r ist im eigenen vertrauten Zuhause und der Bildschirm schafft gesunden Abstand. So ist mehr einlassen möglich, wenn man und frau sich mal daran gewöhnt hat, beim Sprechen in die Kamera zu schauen und beim Zuhören auf den Bildschirm.

Und falls sich jemand fragt, was denn nun mein großer Wandel mit meinem eigenem „Living on Mission“ zu tun hat –  zunächst einmal ist es wichtig, um wach und lebendig zu bleiben, Impulse anzunehmen, zu hören und umzusetzen. Auch wenn Wachstum eigentlich etwas ganz Natürliches ist, ist es für uns inzwischen zu einer echten Kunst geworden. Der Impuls war da, ich hab vertraut und umgesetzt. Vertrauen, zum Beispiel, gehört zu den 13 Mission Benefits. Was ich also davon habe, zeigt sich unterwegs – mit dem Einlassen und Gehen. Und so war es. Manchmal schickt uns das Leben los, um alles zu sammeln, was wir für die nächste Ebene brauchen – und wenn wir dann dort anlangen, können wir es sehen. Vorher oft nicht.

Dann lebe ich jetzt mit 8 statt mit 4 Tieren. Tiere und ihr Wohlergehen sind Teil meiner eigenen Mission. Ein Teil meines Mission Statements lautet: … und eine wandelnde Segnung, wo immer ich bin, für alles was ist. Das will ja dann auch eingelöst sein.

Last but not least ist mein eigenes ultimatives Projekt im wilden und schönen Süden angesiedelt.

Das Mission Evolution Camp: MEC

Dafür ist es sicherlich eine gute Idee, schon mal vor Ort zu sein.

Auf deine beseelten Abenteuer!

Herzlich –

Lauretta

 

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