Dein wahres Selbst kriegt dich – früher oder später!

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Lauretta Hickman, Erwachen, Erleuchtung, Frei sein, endlich frei sein, Geldspiel, Hamsterrad, Burnout, Find your Mission, Lebensaufgabe, Auswandern, es reicht

Pics: pixabay

Es gibt so etwas wie ein, wie dein wahres oder wirkliches Selbst. Es lebt unter allem, was du an Reaktionsweisen und Mitlaufgewohnheiten auf Botschaften der Umgebung angenommen und als verschiedene Ichformen ausgebildet hast.
In jedem Menschenleben kommt dann unausweichlich dieser gewisse Zeitpunkt, an dem das wirkliche Selbst sein Lebens- und Ausdrucksrecht einfordert. Auch bei dir. Ob es dir gefällt oder nicht und ob dir der Weg, wie es das tut, gefällt oder nicht. Meist gefällt er nicht.
Dein wirkliches Selbst lässt sich nämlich nicht gerne herumzerren.

Es stoppt dich. Durch einen finanziellen GAU, durch eine Krankheit, durch Burnout.

Ab diesem Zeitpunkt kannst du nicht mehr einfach weitermachen wie bisher.

Druck, begründet in Geld, Prestige, Leistung, Anerkennung, wird als Antrieb ab hier und jetzt nicht mehr funktionieren, du wirst dich schlagartig massiv schlecht fühlen.

Dein wirkliches Selbst ist intelligent, weise und kreativ. Und es ist freundlich. Es mag Dinge mit Sinn tun. Es mag die Möglichkeit, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und zu erforschen. Es mag mit Menschen an verzwickten Lösungen denken und basteln, die dem gesamten Planeten dienen; es mag Spiel, Spaß und Abenteuer. Und dieses Leben wirklich genießen. Es mag die eigene Zeit nicht mehr jemand anderem verkaufen für Produkte, Projekte, und Dienstleistungen, die nicht gebraucht werden. Dein wirkliches Selbst mag nicht abgespeist werden mit Arbeit, die niemandem dient, wahlweise die das eigene wirkliche Selbst absolut nicht widerspiegelt, für Konsum, den in diesem Ausmaß niemand braucht.

Dein wirkliches Selbst ist allerdings geduldig. Es mag Gemeinschaft und ist loyal. Deswegen macht es den ganzen Quatsch eine Weile mit. Mindestens bis dein „erfolgreich überleben“ Programm abgeschlossen ist.

Dieses ewige Rennen nach Geld, Spielzeugen, Anerkennung, Macht und Ruhm ist allerdings ein würdeloses Schauspiel für dein wahres Selbst. Daher verweigert es sich, bzw. dich ab einem bestimmten Punkt. Allerdings spricht es zunächst freundlich mit dir. Zeigt dir Dinge, die dich beleben, treffen, berühren, begeistern, dir Lust, Tiefe, Freude, Erfüllung verschaffen, nur beim Damit- Sein und im Tun.

Aber du hörst nicht. Meistens. Etwas in dir hat Angst und erhöht den Konflikt. „ Ich muss doch Geld verdienen“. Oder: „Damit kann ich doch kein Geld verdienen.“. „Ich kann jetzt das Haus nicht verkaufen,meine Eltern nicht alleine lassen, die Kinder nicht aus der Schule nehmen, an diesem Punkt meine Karriere nicht aufs Spiel setzen“.

Irgendwann ist dann Schluss. Für dich – subjektiv – plötzlich. Obwohl du im fahrenden Porsche sitzt, ist mit einem Schlag wie durch Zauberhand die Handbremse gezogen und lässt sich nicht mehr lösen, was immer du versuchst. Nichts. Geht. Mehr. Weiterfahren wie bisher ist nicht. Es kann auch durchaus sein, dass du dann recht bald in einer blöden Lage bist: Zuwenig Geld, krank, einsam.

Mach dir in diesem Moment bewusst, dass es ein Schritt Richtung Genesung war und ist, dort zu landen. Es ist schlicht die Verweigerung deines wahren Selbstes mit dem Unwahren, Würdelosen fortzufahren, das dich à la longue deines Menschseins beraubt und deines Anrechts, dich auf erfüllende Weise auszudrücken und dieses dein Leben zu lieben.

Dein Selbst ist frei. Und es ist aufrichtig. Es ist bereit, dein physisches Leben zu opfern für deine geistig-seelische Gesundheit. Für die eigene Unversehrtheit. „Sicherheit“ ist völlig uninteressant für dein wahres Selbst. Es kann also durchaus sein, dass ein nahender Tod eigentlich eine Selbstrettung ist. Soweit muss es aber nicht kommen. Du hast auf jedem Meter dieses Weges Ver-Handlungsspielraum.

Wenn deine Lage also jetzt, wo du machtlos bist gegenüber der zivilgesellschaftlichen Verweigerung deines wirklichen Selbstes, unangenehm ist, ist sie doch absolut nicht aussichtslos. Es bedarf natürlich eines gewissen Mutes, deinem Selbst zuzuhören, denn es kann sein, dass es dir unerhörte, unorthodoxe Dinge vorschlägt, etwas, was du noch nie gesagt, gedacht oder vorgelebt bekommen hast. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Was dein wahres Selbst dir zu sagen hat, macht zunächst allen Teilen Angst. Denn es ist eine Reise ins  – dir und möglicherweise auch der Welt – Unbekannte. Wenn du nachgibst, aufgibst und folgst, erfolgt und blüht dir brausende Lebendigkeit, gewürzt mit Momenten köstlichster Ekstase.

Dein wahres Selbst ist zutiefst schöpferisch. Es ist allverbunden und unbestechlich. Es zeigt dir gerne Wege, wie du finanziell frei, erfüllt, eingebunden in echte Freundschaften und gesund sein kannst, wie und wo du unbehelligt leben und freudvoll dein Beitrag sein, ihn tun kannst. Dies sind ausnahmslos Wege, die dein wahres Selbst, dessen Werte, Bedürfnisse und Freuden berücksichtigen. Diese Wege verlangen von dir das Aufgeben aller bisherigen Kompromisse.

Wenn du das nicht tun möchtest, musst du das natürlich nicht. Die Alternative ist dann Leiden. Druckaufbau, Scheitern, Zusammenbruch, wüten an dem Umständen, suche nach dem| den Schuldigen, Unfrieden mit der Vergangenheit, hätte, wollte, müsste, sollte. Gefolgt von Selbstangriff. Warum du in dieser Lage bist und es – mit bisherigen Mitteln, die doch sonst immer geklappt haben – diesmal nicht schaffst, sie zu verbessern. Das alles ist nur deine Ablasszahlung für dein Verbleiben wollen im Selbstmissbrauch.

Du machst dich fertig, weil dein Gaul tot ist.

Spann es aus, dein Pferd. Lass die Kutsche stehen. Zieh ihm bestenfalls ein Halfter an, ohne Trense. Und dann lass dich führen. Zu Weidegründen, Wasser. Sternenhimmel, Zusammensein um des Zusammenseins willen.

Solange du auf das Pferd einpeitscht, das am Boden liegt, wird absolut gar nichts geschehen.

Auf deine Freiheit!

Von Herzen –

Lauretta

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