Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst: N° 1- Die Frage

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Dies wird mal ein ebook. Du kannst aber jetzt schon Spaß damit haben.
Unter jedem Kapitel stehen Fragen. Die darfst du gerne beantworten oder auch kommentieren. Hier im angebotenen Kommentarfeld oder auf Facebook, wo jeder Punkt einen Extra-Post bekommt. Sprich mit mir. Ich antworte dir.

Aus der Serie: Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst – und wie du sie alle beheben kannst


Die konkreten Hindernisse

– was du gegen dich hast: In Deinem eigenen Inneren, in der „äußeren“ Welt – und warum

 1- Sich die Frage gar nicht stellen

Ja, das gibt es, so absurd das zunächst klingen mag. Diese dürfte zunächst die schwierigste Hürde sein, aber da du dieses Buch jetzt liest, gilt diese für dich vermutlich nicht. Aber vielleicht warst du ja mal dort? Schauen wir uns dieses Hindernis einmal genauer an:

Lauretta Hickman, Find your Mission, Mission-Prozess, Mission-Coaching, Burnout, Sinn, Sinn des Lebens, Sinnkrise, Was ist der Sinn meines Lebens, Aussteigen, aber wie, Lebensmission, Lebensaufgabe, Warum bin ich hier?

Menschen, die an ihren Überlebenswahnsinns – Tellerand getackert sind, werden genau darin den Sinn sehen – im Überleben. Und daher glauben, dass sie es sich gar nicht leisten können, diese Frage zu stellen. Leider werden es weltweit immer mehr. Ich persönlich finde, dass wir uns das nicht leisten könne, diese Frage nicht zu stellen.

Dafür bezahlen wir nämlich einen hohen Preis in Gestalt von etwa neunzig un – bis halberfüllten Lebensjahren, angereichert mit Kompromissen und Anpassungen an Notwendigkeiten, die uns, je länger wir das tun, diejenigen angreifen und ausbremsen lassen, die im Namen ihres Rechts auf ein erfüllendes leidenschaftliches Leben radikal und kompromisslos versuchen, zu finden und zu verfolgen, was wirklich ihr Ding ist oder zumindest auf ein Minimum zu reduzieren, was nicht ihr Ding ist. Oft sind es die eigenen Kinder. Junge kraftvolle energiegeladene, herzoffene Menschen. Oder Frauen, die das unrühmliche Ende ihres Eheknasts als Sprungbrett nutzen für ein wildes, freies abenteuerliches Leben. Studienabsolventen, die nach dem erfolgreichen Master herumreisen, gar nichts machen, oder sich plötzlich etwas Idealistischem, Kreativen, „Brotlosen“ zuwenden.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, wir kennen diese Menschen. Und kennen ebenfalls die Menschen, die ihnen, denjenigen Theaterkritikern gleich, die so vergeblich wie sehnsüchtig einst selbst auf die Bühne wollten, nun die Mimen mit ätzender Kritik bescheiden, in die Suppe spucken, auf ihre Parade regnen, wie es im Englischen heißt, weil sie uns an unsere eigenen verratenen Träume erinnern und jeden noch so gut rationalidurten Kompromiss schmerzhaft vor Augen führen. Wenn wir ehrlich sind, sind wir oft sogar selbst diese Menschen.

Eigentlich aus Angst, glauben wir, anderen nicht gönnen zu können, was ihnen Begeisterung, Energie und Freiheit verschafft. Angst vor der eigenen Veränderung. Angst vor Verlust der flügelschwingenden Person. Angst, mich nicht mehr zu mögen, wenn ich morgen in den Spiegel schaue, weil derdie etwas macht, wozu mir der Mut fehlt.

Wir werden darin allerdings bestärkt. Wir werden darin unterstützt, unsere Gefühle zu betäuben, anstatt ihrer Weisheit nachzugehen. Uns zu belohnen und zu trösten, anstatt gehend das Abenteuer unseres Lebens einzufordern und uns überraschen zu lassen, was dessen Weisheit uns wie zu lehren hat.

Wir im Westen sind zwar unzufrieden wegen der unsinnigsten Dinge, gehen dieser Unzufriedenheit aber nicht wenigstens soweit nach, dass wir auf Gold stoßen. Auf unser ureigenes Selbst, beispielsweise, das ewig und verspielt, wissend, und unzerstörbar ist. Und unser Dharma, das von uns gelebt oder eben nicht gelebt werden kann.

Wie ich in der Einleitung ja bereits schrieb, lernen wir, das für normal zu halten, was unsere Umwelt für normal hält.

Wir lernen in der Schule voneinander getrenntes Wissen. Dabei ist beispielsweise Geschichte ohne Erdkunde nicht denkbar; oder Sprache ohne Geschichte; oder Sprache ohne Erdkunde, ohne Musik, ohne Kultur, ohne Ethik.

Wir lernen, was Menschen im Folgenden dazu befähigt, die Entscheidung für einen Krieg zu treffen und ihn dann auch durchzuführen. Zu befehlen. Und was andere Menschen dazu bringt, diesen Befehlen Folge zu leisten.

Das geht nur, weil wir beigebracht bekommen haben, dass Kriege in dieser Welt normal sind. Wir sind aufgewachsen mit Menschen, die vor einem Fernseher sitzen und sagen, „Wie schrecklich!“ und zur Tagesordnung übergehen. Wir leben damit. Die Welt ist halt so.

Persönlich kann ich hier beisteuern, dass, je stärker mein ganz individueller Selbstbezug wächst und ich mein Sein aus den kollektiven Zuschreibungen und Orientierungspunkten herausschäle, ich umso mehr auf das Phänomen Krieg mit enormem Unverständnis blicke. Genauso wie auf jede Rationalisierung, warum dieser oder jener Krieg, dieser Verteidigungsschlag oder Erstschlag oder vorbeugender Angriff vonnöten oder gar richtig oder sogar überfällig ist.

Darin liegt für mich eigentlich noch mehr Wahnsinn als im Vorgang Krieg selbst. Mir ist unbegreiflich, wie irgendein Mensch Krieg als ernsthafte Lösung für irgendetwas betrachten kann und dass er einer gewissen Gruppe Profit bringt und deswegen nötig ist, erscheint mir als schwere geistig-psychische Inbalance.

Für jeden von uns ist das aber normal im Sinne von üblich. Ist eben so, so ist die Welt.

Genauso normal ist es, beispielsweise, nach Anerkennung statt nach Erfüllung zu streben.

Anerkennung ist ein Surrogat für Erfüllung. Wer erfüllt ist, braucht keine Anerkennung, aber freut sich, wenn sie kommt. Wir alle brauchen Anerkennung, heißt es – Ist das wirklich so? Oder ist das so, weil wir ein so wesensfremdes Leben leben, dass wir etwas brauchen, das uns das Opfer süßer werden lässt?

Es gibt überhaupt eine Menge Gefühle, von denen wir denken, dass sie zu uns gehören, also: Individuell, aber genauso „zu uns Menschen“. Nicht nur die sogenannten negativen, auch einige, die wir als positiv zu bewerten gelernt haben.

Ein kleiner Test für dich:

Ich stelle dir im Folgenden sechs verschiedene Situationen vor und bitte dich, dich so deutlich wie möglich in diese hineinzubegeben: Mit Bild, Ton, Gefühl und sogar Geruch, wenn möglich.

Falls du dir eine solche Situation nicht vorstellen kannst, dann grabe doch vielleicht ein wenig in deiner Erinnerung, ob du dich einmal nicht in einer solchen Situation befunden hast – und welche Gefühle du damals hattest und welche Gefühle heute wachgerufen werden, wenn du dich hineinversetzt!

Situation 1: Du bist in einer Situation, in der dich jemand lobt, dir Anerkennung zollt, du bist akzeptiert und erhältst Applaus. Lass diesen Moment wirken und notiere kurz deine Gefühle:

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Situation 2: Du beobachtest einen Sonnenauf- oder Untergang, oder ganz generell ein Naturschauspiel. Du liest ein Buch oder siehst sich einen Film an, den du sehr genießt. Notiere wieder deine Gefühle dabei

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Situation 3: Du hast es geschafft! Du bist ganz oben! Du hast ein Spiel gewonnen oder eine Auseinandersetzung.

Deine Gefühle:

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Situation 4: Du genießt die Arbeit, die du gerade tust, sehr!

Deine Gefühle:

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Situation 5: Du bist der Boss, hast gerade das Sagen, du bist berühmt oder beliebt und Menschen folgen deinen Anordnungen.

Deine Gefühle:

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Situation 6: Du bist mit anderen zusammen und es entsteht echte Nähe. Eine Zeit, in der du wirklich die Gesellschaft eines Menschen oder eine Gruppe geniesst, mit dem oder denen du Spaß und Gelächter hast.

Deine Gefühle:

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Auflösung:
Die jeweils ersten Situationen beschreiben allesamt Gefühle der Selbstverherrlichung, Selbstpromotion, weltliche Gefühle. Gelernte Gefühle. „Um-Zus“. Daran kleben Rollen (der Sieger, die Heldin). Sie sind außerdem abhängig davon, dass du auf bestimmte Weise gesehen wirst und andere auf bestimmte Weise dabei mitspielen.

Die jeweils zweiten (2, 4, 6) sind unmittelbar (dein) Selbst-erfüllend, Gefühle der Seele.

Diese weltlichen Gefühle sind nicht natürlich. Sie wurden erfunden durch die Gesellschaft, um dich kontrollierbar zu machen und dir Wohlbefinden zu verschaffen. Sie erschaffen Thrills, Nervenkitzel und Erregung und hinterher entsteht üblicherweise ein Gefühl der Leere.

Wie viele Momente eines Tages, einer Woche, eines Monats suchst du nach diesen Kitzeln und Erregungen, die letztlich nur diese Leere vertiefen und das Bedürfnis nach Anerkennung und Angenommensein verstärken? Sei ehrlich mit dir selbst!

Ähnlich fremdbestimmende Gefühle sind Triumph, Rechthaben und Durchsetzung. Wir lernen diese Gefühle und bekommen ihre Normalität in allen Medien stetig vorgekaut. Diese Gefühle sind eine Ablasszahlung für den Verlust der eigenen, wirklichen Gefühle. Dankbarkeit, Frieden, Ergriffenheit, Berührtheit, zum Beispiel. Das verlernen wir. Oder parken es immer noch in der Abteilung „Schwäche“.

So schade. Denn diese Gefühle sind der Geburtsort unserer wahren Menschlichkeit.

Was immer mal wieder persiflierend als „mein Haus, mein Boot, meine Frau“ zitiert wird, spiegelt die Grundannahme wieder, dass Heirat, ein sicheres Einkommen, ein Mann, eine Frau, eine Familie, mindestens eheähnliche Gemeinschaft, Karriere, Wohlstand und Besitz als dessen äußeres Abbild, das ist, was erstrebenswert ist, worum es unserem Leben zu gehen hat und bestenfalls, wenn man und frau reussiert hat, alles hat, oder ins Alter der Weisheit eintritt, wo man „nicht mehr so viel will“, dann, erst dann ist die Beschäftigung mit metaphysischen Themen wohl ok.

Wer früh verstanden hat, dass es für ihn oder sie in diesem Leben darum nicht gehen soll, um diesen HausBootFrau-Entwurf, wer sich also verweigert, wird entweder in einer Subkultur landen und leben, oder sich mit Erleuchtung und Erwachen als Formen geistiger Befreiung beschäftigen. Auch hier ist niemand davor gefeit ein Stadium, eine Position, eine Rolle, einen Platz in der Hierarchie vor sich zu haben, der oder die zunächst zu erreichen und im Anschluss zu halten wäre.

Auch in diesen auf den ersten Blick nicht kapitalistischen Kleinkulturen und Szenen geht es darum, etwas zu erreichen, um etwas zu sein, Wohlbefinden an Ergebnisse zu knüpfen und Missstände als Antreiber zu nehmen.

Egal ob ich einen Molotowcocktail werfe oder meine Aggression wegmeditiere – in beiden Fällen bin ich vom Pfad abgekommen, mein Leben zu benutzen, um Erfüllung zu erschaffen. Im einen Fall entlädt sich der Zorn darüber, dass diese Gesellschaft ein Knast der Unfreiheit ist, im anderen Fall ist es Eskapismus und häufig das Erschaffen einer inneren Parallelwelt, die die „Außenkontakte“, die Berührungsmomente mit unserer Zivilisation durch Finanzamt, Krankenkasse und Autoversicherung relativiert, banalisiert und auf Abstand hält. Dass dieser Weg eine erfüllende Berufung bereithalten, oder – konsequent weiterverfolgt – dorthin führen kann, ist bisweilen durchaus der Fall, aber gewisslich nicht immer.

Zu Erfüllung, und zwar dieser bestimmten Form der Erfüllung, die mit dem Leben der eigenen Mission einhergeht, gehören zweierlei: Sinn und Liebe.

Und zwar, was für nur für uns, bzw. nur für dich Sinn ergibt. Und wie du Liebe fühlst, erlebst und ausdrückst.

Kundenzufriedenheit ist kein Sinn. Beispielsweise. Das ist bestenfalls ein Ziel. In jeder Firma können alle Mitarbeiter darauf eingestimmt werden. Das wäre dann ein geliehener Sinn. Ein fremdbestimmter Sinn.

Genaugenommen ist das für Niemanden ein Sinn.

Denn wenn das, was produziert oder geliefert wird, nicht ein tatsächlich tiefes Bedürfnis stillt, einen echten Bedarf deckt, ist das vollkommen sinn-los! Aber für ein etwas besseres Gefühl am Arbeitsplatz, dem wir immerhin tägliche 8 Stunden unserer Lebenszeit schenken oder mehr, nehmen wir das in Kauf.

Was ist also Sinn? Das Empfinden für Sinn ist wieder etwas sehr Individuelles. Für den einen hat es mit Heilung zu tun, für die andere mit innovativer Technologie, die den Planeten rettet; für eine weitere Person Erleichterung bei der Pflege; interkulturelles Verständnis; tiefe Liebe zwischen Mann und Frau; Schönheit; Kreativität; körperlich und seelisch gesunde Kinder; soziale Gerechtigkeit auf der Welt; Arterhaltung; den Menschen dienlichere politische und wirtschaftliche Konzepte zu vermitteln; heilige Sexualität oder Wege zur selbstbestimmten Lebensführung, die mit dem gebürtlichen Recht auf Erfüllung und Vollständigkeit beginnt. Das Letztgenannte zum Beispiel ist mein Sinn!

Mit der Liebe verhält es sich ebenso. Kaum ein Wort ist so viel ge – und verbraucht worden, würde ich annehmen, und birgt so viele Gesichter und hinterlegte Annahmen, wie das Wort Liebe.

Neben dem Irrtum, dass Liebe bedeutet, dass alle meine Bedürfnisse erfüllt werden oder ich alle Bedürfnisse der anderen zu erfüllen habe, oder dass das irgendwie ein Tauschgeschäft, ein Deal sei, wahlweise eher Sexualität oder eher Romantik ist, hat Liebe tatsächlich tausend Gesichter.

Es hängt also ganz davon ab, wie du a) Liebe empfindest und b) ausdrückst. Das ist oft identisch. Ich sage meinen Klienten manchmal: Wenn du wissen willst, auf welche Weise dein Partner geliebt werden möchte, schau, wie er oder sie seine /ihre Liebe für dich ausdrückt.

Für den einen ist das: Immer wieder kleine Überraschungen und Abwechslung in den Alltag einbauen. Für den Anderen ist es, alles in Ordnung zu bringen und zu halten, was im gemeinsamen Leben so anfällt. Für den einen ist es Wachstum und Vertiefung. Regelmäßige Herzenskommunikation. Für die andere sind es die regulären Kuschelzeiten. Für den einen Sicherheit, für den anderen Abenteuer. Für den einen Geborgenheit forever, für die andere Wege in die Freiheit zeigen. Fürsorge, Spaß, Unterstützung in allen beruflichen Belangen. Lachen und Humor immer lebendig halten. Tag und Nacht bedingungslos füreinander da sein und einstehen, Loyalität, Prickeln und Sexualität lebendig halten. Romantik lebendig halten. Jede Beziehung als Werkzeug für beidseitiges Erwachen verwenden. An einer gemeinsamen Lebensvision und deren Umsetzung basteln. Ermächtigen. Bilden. Verständnis. Mitgefühl. Zärtlichkeit. Stabilität geben und sein. Achtsam sein.

Es gibt für Liebe, deren Empfindung und deren Ausdruck, ihre alltägliche, kleine feine Umsetzung so viele verschieden Formen, wie es Menschen gibt.

Daher kann kein auch kein allgemein anerkannter Sinn und keine allgemeingültige Art zu lieben zufrieden stellen beim Finden und Leben der eigenen Mission.

Es muss schon das ganz und gar Eigene sein. Das ist, wie oben schon mehrfach dargelegt, häufig verschüttet und es kostet oft immensen Mut, sich danach auf die Suche zu machen.

Es gibt daher also viele „ gute Gründe“ sich diese Frage nicht zu stellen.

Konkret: Wer stellt sich diese Frage also nicht?

Ein Mann, der geheiratet hat, mit der dauernden Intimität und den Schattenseiten, die enges räumliches Zusammensein mit sich bringt, nicht klar kommt und daher Erfüllung in der Arbeit sucht und partiell findet, weil das eben ein typisches Männerleben ist. Erfüllend und tief und wahrhaftig ist anders, aber er ist ein Mann, der sein Leben (und seine Frau und seinen Hund und seine Kinder und seine Untergebenen) im Griff hat. Wie sein Vater und sein Großvater.

Eine Frau, deren Mutter ein Hippie, eine ökologisch gebildete, spirituelle feministisch bewegte Frau, aber immer irgendwie knapp bei Kasse war und gleichzeitig den Töchtern ein nie zu erreichendes Idealbild vorgelebt hat. Die Frau muss nun um jeden Preis besser, gesellschaftlich anerkannter und vor allem finanziell reicher sein als diese Mutter, um endlich in der unterschwelligen mörderischen Konkurrenz als Siegerin hervorgehen. Und läuft dabei in einen Burnout, der nicht weiter auffällt, weil alle, mit denen sieberuflich zu tun hat, ebenfalls dort sind.

Eine Frau, die ursprünglich davon ausging, dass heiraten und Mutter sein das normale Ziel einer Frau sei, das sie dementsprechend auch erfüllt. Und die nun den Fehler bei sich sucht, weil es das eben nicht tut.

Eine Frau, die sich bewusst einen reichen Mann gesucht und mit ihm eine Familie gegründet hat. Die sein Ego nicht bedroht, ihm seine Affären lässt, weil Männer eben so sind und nun mit ihren Freundinnen mit dem großzügig überlassenen (Schweige- und Toleranz-) Geld ihres Mannes einen Luxus- und Spielzeugwettbewerb mit den sie umgebenden Freundinnen fährt.

Ein CEO, dem Macht, Einfluss und Einkommen, sowie sein Platz in der Hierarchie einfach gefallen und der deswegen die Regeln der profitmaximierenden Marktwirtschaft, die ihn zwingen, immer mal wieder unpopuläre und unmenschliche Entscheidungen zu treffen, nicht in Frage stellt, obwohl er merkt, dass er immer weniger Ahnung von seinen Gefühlen hat, wo sie sitzen und wie sie heißen, aber dafür selbstverständlich alle Kommunikations- und -körpersprachlichen Kniffe drauf hat, um unmittelbar und deutlich seinen Status klar zu machen, wo immer er sich befindet.

Eine Studentin, die einen ausgezeichneten Abschluss gemacht hat und nun auf keine Fall Zeit verlieren und erstmal rumreisen will, sondern sich sofort um die nächste karriereträchtige Stelle bewirbt. Oder in den Ferien sofort irgendwo als Trainee arbeitet.

Ein Mensch, der zu einem Neurologen und Psychiater geht und akzeptiert, dass er gegen Gefühle tiefer Sinnlosigkeit Tabletten verschrieben bekommt und diese auch nimmt.

Eine gute Ehefrau, die aufopferungsvoll ihren bettlägerigen Mann pflegt, obwohl sie absolut keine Lust dazu hat und dafür sehr gelobt wird.

Ein Landwirt, der mit den Jahreszeiten lebt, dessen Arbeit jährlich härter wird für weniger Ertrag, der sich bewusst ist, dass er die Kredit- und Hypothekenraten in diesem Leben nicht mehr getilgt bekommt und sie somit an seine Kinder weitergeben wird. Und einfach so weitermacht, weil es für ihn keine Alternative gibt.

Ein Mensch, der sich voll und ganz einer Sucht hingegeben hat.

Eine alleinerziehende Mutter im Alg II-Bezug, die zwischen KiTa, Sonderangeboten bei Aldi, und regelmäßigen, angstvollen Auseinandersetzungen mit dem Jobcenter, versucht, ihr Kind großzuziehen.

Ein Mensch, der nach dem Kunststudium einen ambitionierten Start als Maler hatte, das aber so nicht aufrecht erhalten konnte und daher begann, übergangsweise Taxi zu fahren, um sich das Malen leisten zu können und schließlich hauptberuflich fährt und das Malen ganz sein lässt, weil der Bruch zwischen Alltag und Inspiration zunehmend schmerzhafter wurde. Und sich nun mit „Hauptsache, ich kann meine Miete regelmäßig zahlen“, dem Feierabendbier und den netten Kollegen abgefunden hat, zumal seine Mutter sich nun auch weniger Sorgen um ihn machen muss.

Ein Mensch, der einfach seine Ruhe haben möchte.

Oder ein Mensch, der wirklich absolut glücklich ist mit dem, wie er ist, wo und mit wem er lebt und was er tut.

Das ist der Idealfall und wünschen tu ich es uns allen, die Regel ist es, erstaunlicherweise, aber nicht.

Zusammengefasst: Jeder Mensch, der in seine Lebensumstände eingespannt ist und die Schuld für seine chronischen unangenehmen Gefühle bei sich oder bei anderen sucht. Oder sogar in dem Umständen, aber mit überzeugter Eigenohnmacht gegenüber einer nachhaltigen, von ihm selbst ausgehenden Änderung. Jeder Mensch, der von sich denkt, er sei falsch und die anderen richtig. Jeder Mensch, der von sich denkt, er sei richtig und die anderen seien falsch.

Wie ist das zu lösen?

Dieses Hindernis ist das einzige, das sich nicht aktiv, sondern nur passiv, bzw. unbewusst lösen lässt.

Zum Beispiel, indem die Umstände so unerträglich werden, dass der Schrei nach „Da muss es doch noch mehr geben! Das kann doch noch nicht alles gewesen sein!“ nicht länger mit Konsum, Körpern, Erlebnissen und Substanzen stumm geschaltet, sondern endlich ernst und wörtlich genommen wird.

Oder durch einen Schicksalsschlag, der den trügerischen Charakter von Sicherheit oder die Endlichkeit des Lebens klarmacht.

Durch einen Film, einen Traum, ein Erweckungserlebnis.

Durch anhaltende Depression oder immer schneller, bzw. früher einsetzende entstehende Frustration trotz Erhöhung der Taktung, der Abwechslung der Schauplätze und dem Auswechseln der Mitspieler.

Oder einen Menschen, der der der eigenen Mission zutiefst verpflichtet ist und in der Art, wie er | sie lebt, derart anziehend, überzeugend und inspirierend ist, dass die Impulse, die daraus erwachsen, stärker werden als die eigene Angst.

Was hat dich aufgeweckt? Wo bist du gerade? Hast du dir die Frage gestellt?Was hat das Leben geantwortet?

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