Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst: N° 3 – Ordnung

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Dies wird mal ein ebook. Du kannst aber jetzt schon Spaß damit haben.
Unter jedem Kapitel stehen Fragen. Die darfst du gerne beantworten oder auch kommentieren. Hier im angebotenen Kommentarfeld oder auf Facebook, wo jeder Punkt einen Extra-Post bekommt. Sprich mit mir. Ich antworte dir.

Aus der Serie: Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst – und wie du sie alle beheben kannst


 Die konkreten Hindernisse

– was du gegen dich hast: In Deinem eigenen Inneren, in der „äußeren“ Welt – und warum

3 – Ich muss erst noch XYZ in Ordnung bringen

Lauretta Hickman, Find your Mission, Berufung, Bestimmung, Kriegerin des Lichts, Outplacement, Burn Out, Bore out, Krise, Sinnkrise, Lebensmission, Was soll ich hier, Hamsterrad, Matrix, Fremdbestimmung, Selbstbestimmt

Hindernis N° 3 – Ich muss erst noch … in Ordnung bringen

Dieses ist fast der „beliebteste“ Grund, so mein Eindruck.
Konkret lautet das beispielsweise: Ich muss erst noch: Einen Job finden; meine Schulden abbezahlen, wahlweise meine finanzielle Situation verbessern; heiraten; die Scheidung durchkriegen; umziehen; ausziehen; den Job wechseln; einen Mann finden, eine Frau finden; den Mann oder die Frau verlassen und wissen, wohin ich nach der Trennung gehe; abnehmen; ein Kind kriegen, weil meine biologische Uhr tickt; mein Studium fertigmachen; meine Ausbildung fertigmachen; meine Kindheitswunden heilen; aus dem Knast kommen; endlich mal Urlaub machen; mich mit meine Eltern versöhnen; auswandern; mein Buch fertigstellen; das Haus zu Ende bauen; mein chronisches Problem lösen; den Erbschaftskonflikt durchstehen; gesund werden; den Speicher aufräumen.

Kurz: Ich muss erst noch mein Leben in Ordnung bringen, bevor ich mich meiner Mission widmen kann.

Irgendjemand hat mal gesagt: Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi.

Ich finde diesen Satz sehr treffend. Denn: Etwas ist immer nicht fertig. Es gibt immer irgendein Vorhaben, das gerade nur halb fertig, während ein anderes abgeschlossen und das dritte gerade in Planung ist. Es gibt nur sehr selten Momente, diese bestimmten, kostbaren Climax-Momente, in denen einfach alles stimmt: Du weisst, dass du auf einem Höhepunkt angekommen bist, dass plötzlich alles, was du seit Jahren vorbereitet hast, genau in diesem Moment zur Blüte kommt, aufgeht, du mittendrin bist und jede deiner Zellen vibriert.

Das sind großartige Momente. Erfahrungsgemäß geschehen sie nicht soo häufig.

Gleichwohl ist es möglich, ein Leben zu leben, das weit mehr widerspiegelt, wer du wirklich bist im Jetzt, ein Leben, das dich durch und durch erfüllt, auch mit all den gerade unvollkommenen, unvollendeten oder halbfertigen Projekten, ungeklärten Beziehungen und Tausenden Ideen im Kopf.

Tatsächlich ist “ ich muss erst noch…“ eine Haltung. Eine Dauerhaltung, ein Autopilot, der immer läuft. Es ist ein Gerüst, auf das ganz unterschiedliche Inhalte abgelegt werden können. Immer glaubwürdig, natürlich. Es ist eine Art des „Wesentlich Sein“ – Verschleppens, zu dem uns unsere Zeit mit ihren Modalitäten ja auch einlädt. Mithalten können, Informationsflut bewältigen und verstoffwechseln, Leistungsfähigkeit erhalten und erhöhen, schaffen, machen , schneller, höher, weiter.

Sich mal hinsetzen und fragen. „Wer bin ich eigentlich wirklich und welches Leben entspricht meinem Wesen?“, das wirkt entweder wie Luxus; wie ein Beitritt zu den Bäumeumarmern, esoterisch weichgespülter Unsinn; psychische Krise; oder als ein Symptom für Burn-Out (das sich Betroffene seltsamerweise selbst häufig auch noch als Schwäche ankreiden).

Ich muss erst noch… in Ordnung bringen ist eine Art Nachlassen und Versinken in den Mustern der Allgemeinheit, die harte Arbeit, Stress, und Aufopferung belohnt. Arbeiten statt denken. Arbeiten statt fühlen. Wahlweise Handeln statt Denken oder fühlen.

Du kennst das doch bestimmt: Nach dem Urlaub kommst du an deinen Arbeitsplatz zurück, hast den Urlaub vielleicht nicht mit dauerndem Gerenne nach Sehenswürdigkeiten, Kultur und Events verbracht, sondern hast eher entschleunigt, wieder Kontakt mit dir selbst aufgenommen, dich wieder ein Stück (neu) kennen gelernt; weißt mehr, wer du bist und was dich berührt, dir gefällt und gut tut. Und kommst an deinen Arbeitsplatz mit dem festen Vorsatz, etwas von diesem deinem neu oder wieder eroberten inneren Refugium zu bewahren.

Der Moment ist dann fast zu spüren – oder? Wo es kippt, du kippst, hinein in die Anforderungen von außen. Und ein Teil gibt traurig auf, ein anderer Teil hingegen freut sich, weil jetzt alles so ist, wie du es kennst: Fremde Belange und deine Aufgaben darin strukturieren deinen Tag und machen dein Leben überschaubar und du musst dich nicht dauernd der bisweilen anstrengenden Eigenverantwortung aussetzen, schon gar in einer Umgebung, die das vielleicht gar nicht so wünscht und du daher mit noch mehr Reibung zu tun hättest. Praktisch, oder?
Du merkst es dann an der leichten Erschöpfung am Abend. Dem Bedürfnis, dich noch mehr abzulenken. Gegen die Müdigkeit noch eins drauf zu setzen. Den näheren Kontakt zu dir zu vermeiden.

„Ich muss erst noch“ ist gleichbedeutend mit“ ich werde nicht“ . Jedenfalls jetzt nicht.

Tatsächlich ist aber der einzige Moment, in dem du beginnen kannst, dich mit deiner Mission auseinander zu setzen, jetzt. Es gibt nur diesen Moment: Dich und den Ort, an dem du gerade sitzt oder stehst.

Tomorrow never comes. Diese Haltung wird dazu führen, dass du sie auch morgen noch hast und daher auch morgen wieder einen guten Grund findest, dich dieser Frage nicht zu stellen.

Lösung:

Start where you are. Use, what you have. Do, what you can,

Beginne, dort, wo du bist. Benutze das, was du hast. Tu das, was du tun kannst.

Arthur Ashe

Der beste Ausgangsort ist jetzt und hier. Die beste Ausgangssituation ist genau diese.

Wenn du zwischen Umzugskartons sitzt: Großartig! Warum nicht gleich eine Übergangssituation nutzen, um sich selbst neu bzw. richtig zu erfinden? Und zwar noch bevor alles wieder „definiert“ ist.
Du steckst in deiner Scheidung und sie ist alles andere als schön? Wundervoller Ausgangspunkt, um deinem Leben mehr Tiefe und Bedeutung zu verleihen und Schritt für Schritt zu lernen, sich nicht mehr vor den Karren fremder Interessen spannen zu lassen, egal ob das im Namen der Liebe oder für Geld ist. Und warum nicht mittendrin schon an einer neuen Ebene bauen, anstatt zu warten, „bis sich alles beruhigt hat“ und du dich möglicherweise an einem Ort niedrigerer Stabilität befindest: Alles ist jetzt zwar ruhig und stabil, aber du stehst (emotional, körperlich oder finanziell) schlechter da als vorher.

Du willst endlich deine 50 Kilo Übergewicht loswerden? Perfekter Zeitpunkt, um die Gewichtigkeit deiner Existenz, sowie deines Einflussraums, dessen Grenzen und Ausdruck zu verschieben und neu zu definieren. Und alles das, was du zu geben hast, über die Körpermasse hinaus, zu entdecken, zu entwickeln und in die Welt zu geben.
Du willst erst mal schuldenfrei sein? Warum nicht wirklich gute Gründe entwickeln, warum du auf dieser Welt sein willst? Und etwas für deinen (Selbst-)Wert tun, der zweifelsohne aus deinem einzigartigen Beitrag kommt und nicht daraus, dass du es endlich geschafft haben, in einem System, das selbst vom Schuldenmachen lebt, davon frei zu sein, wenn das auch enorme Erleichterung verschaffen kann. Meines Erachtens kann es nur gesund sein, den eigenen Wert vom Geldwert zu lösen. Und dich zu einer authentischen (Wieder-)Teilhabe am System zu entschließen, die aus deinem unverwechselbaren Beitrag kommt. Und dir automatisch mehr Geld bringt, so wie der Rückzug aus der Teilhabe, aus welchen „guten“ Gründen auch immer, dein Geld minimiert hat.

Du willst erst Mutter werden? Warum sich nicht auf Mutterschaft als einen bewussten Akt und Beitrag deine Seele einlassen und entsprechend vorbereiten? Schon gar, wenn dir bewusst ist, dass Menschen, ganz besonders kleine Menschen, von ihrer Umgebung lernen, von dem, was ihnen vorgelebt wird.

Du willst erst dein Studium abschließen? Wenn du deine Mission kennst, wirst du noch wesentlich bewusster einen beruflichen „Handschuh“ wählen, der auf deine Mission passt. Wenn du schon eine so gute Bildung mitbringst, dann doch bitte für einen Bereich, in dem sie, wenn Arbeitszeit Lebenszeit bedeutet, dich in deinem Wertegefüge wahrhaft bedient und erfüllt.

Die Lösung besteht also darin, deinen Verstand einzuladen, mal spaßeshalber das Gegenteil von dem zu tun, was du ihn hast bisher tun lassen: Statt auf die unfertigen, unvollkommene Dinge deines Lebens hinzuweisen, solle er dir jetzt doch mal gute Gründe liefern, warum genau jetzt und hier der beste Ausgangspunkt ist. Du wirst sehen, das überzeugt dich mit der Zeit ganz genauso.

Es kann natürlich sein, dass du dann beginnst, sich den Ängsten stellen zu müssen, die von dieser Hürde verdeckt werden, aber das ist etwas gutes. Willkommen, Lebendigkeit!


Was ist dein “ Ich muss erst noch?“ Sags uns. Ich antworte dir. Hier im Kommentarfeld oder im Extra Facebook-Post dazu.

 


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