Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst | N° 8: Neid

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Dies wird mal ein ebook. Du kannst aber jetzt schon Spaß damit haben.
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Aus der Serie: Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst – und wie du sie alle beheben kannst

 > Die konkreten Gründe – was du gegen dich hast: In Deinem eigenen Inneren, in der „äußeren“ Welt – und warum

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Neid oder Leidenschaft?

Grund N°8 – Neid

 

Und zwar in beide Richtungen. Der, den du fühlst und der, der dir entgegengebracht wird.

Wenn du deine Mission, deine Goldspur gefunden hast, verändert sich deine Ausstrahlung automatisch, Du fängst an zu leuchten. Du bist ein freier, verbundener, kreativer, sichtlich weniger zähmbarer Geist, der sein Recht auf Erfüllung und Entfaltung in Anspruch nimmt. Das ist so anziehend wie bedrohlich. Du fängst an zu leuchten und das zieht wie von selbst Neid und Angriff an. Dies scheint ein menschliches psychologisches Gesetz zu sein.

Neid ist, genaugenommen, etwas sehr Bequemes: Ich sehe etwas, was ein anderer Mensch ist, hat oder tut. Erreicht, gewonnen, geschafft, gerissen, hingestellt hat. Daraufhin entscheidet es sich in mir in einer Mikrosekunde, ob ich mich davon inspiriert oder angegriffen fühlen mag.

Wer Wachstum und Veränderung geübt hat, wird sich für ersteres entscheiden, eben weil er oder sie weiß, wie viele Kräfte in uns gegen Veränderung arbeiten und wir sehr wir daher auf jede Art von Brennstoff angewiesen sind.

Wer allerdings lieber den Status quo behalten und sich damit auch noch gut fühlen will, entscheidet sich für Neid.

Was ist Neid?

Neid ist eine Mischung aus Unsicherheit und der angenommenen und kultivierten Überzeugung, das Gesehene selbst nie schaffen zu können. Absurderweise halten die meisten Menschen lieber an dieser Überzeugung fest, als den sich befreienden Menschen als Inspiration für sich selbst zu nehmen. Es geht einfach schneller und ist auch viel bequemer, jemand anderen vom Gleis zu schubsen, um den eigenen Schmerz nicht zu spüren, als Mensch und Schmerz als Antrieb für ein authentischer gelebtes Leben zu nutzen.

Auch das halten wir für normal. Neid und Vergleich ist in unseren Medien allgegenwärtig und wird stetig stimuliert. Damit halten wir es weiterhin für normal, eben im Sinne von „menschlich“. Ist ja auch schön und erstmal erleichternd, Toleranz gegenüber den eigenen Schwächen zu erleben.

Konkret bewerfe und belaste ich aber den|die Andere|n mit meinem miesen Gefühl, gefolgt von unhübschen Ideen wie: Der hat das doch bestimmt nur durch Bestechung… hat sich hochgeschlafen… hat eben Geld… oder, anders herum: Ich bin eben zu blöd, zu alt, nur eine Frau, zu wenig gebildet usf. Was, genaugenommen auch Angriffe auf den Anderen sind, denn kein Angriff ist diskret. Was du mit anderen tust, tust du mir dir und vice versa.

Jeder Angriff auf menschliches Potential ist ein Angriff auf uns Menschen, auf das psychische Feld, aus dem wir alle schöpfen.

De facto dient dieser dein Neid dazu, dich vor Veränderung zu schützen. Und je öfter du dir dieses Gefühl gönnst, umso standardisierter wird diese Reaktion auf Erfolge anderer. Und wenn du dir einen richtig guten Käfig bauen willst, such dir Neidgeschwister. Leute, die ebenfalls gerne hätten (wären), aber nicht können (wollen). Und dafür jede Menge Erklärungen (Schuldzuweisungen) haben.

So haltet ihr euch gegenseitig stabil im Unvermögen.

Solltest du glauben, dass Neid ein guter Motor ist, um dich zu bewegen und erst der Neid auf jemand anderen dich so richtig zur Höchstform auflaufen lässt, kann das zunächst klappen. Aber du bezahlst einen Preis dafür. Du wirst wirst nämlich das Erreichte nicht genießen können, fast sicher das Richtige oder sogar das Falsche aus dem falschen Grund tun und das Ende wird wieder Neid sein, auch wenn es der der Anderen ist. Dein Triumph basiert hier auf dem Neid der Anderen. Damit hast du letztlich nur dafür gesorgt, dass dieses Gefühl in der Welt weiter stimuliert und manifest wird und als Motiv akzeptabel bleibt.

Wirkliche Erfüllung erlangst du durch das, was dir Freude beim Tun bereitet und deine Seele zum Singen bringt, was dein Energieniveau erhöht, dich die Liebe des Lebens und zum Leben spüren lässt und dich mit tiefer Dankbarkeit segnet.

Das sind ziemlich untrügliche Anzeichen dafür, dass du deine Goldspur gefunden hast und auf ihr wandelst. Diese Gefühle und Zustände erschaffen eine Spirale. Nach oben, sozusagen.

Neid wird dir keinen Zugang dazu verschaffen. Aber das will er ja auch nicht. Du sollst ja kein wildes, freies, unbeschwertes, erfülltes Leben führen. Sondern angepasst bleiben, keine Risiken eingehen und die bewerfen, die es tun.

Soviel mal zu „deinem“ Neid.

Wie kann nun der Neid der Anderen dich stoppen? Das war lange Zeit ein Thema für mich oder von mir.

Das ist besonders schwierig, wenn Neid in deiner Herkunftsfamilie eine Rolle gespielt hat. Dass du für deine Gaben und Schönheiten angegriffen wurdest, dass sie – scheinbar – Auslöser für Schmerz, Aggression und Ablehnung in deiner Umgebung waren. Das kann eine Überzeugung erschaffen, die etwa lautet: „Wenn mein Glücklichsein Schmerz in der Umgebung auslöst, muss etwas daran oder mit mir falsch sein.“. Das kann dich lange und weit hinein in eine Einbahnstraße schicken. Einer meiner Lehrer hat mal gesagt: „Jedes Mal, wenn du auf eine neue Ebene von Erfolg oder Sichtbarkeit gehst, musst du mit Neid und Angriff aus der Umgebung rechnen.“

Bei mir war das oft der Fall und es hat mich genauso oft verunsichert und auch manches Mal gestoppt. Immer mit einem Schwung Traurigkeit verbunden, der sicherlich aus meiner Kindheit kam, weil scheinbar erneut Jemand Trennung statt Liebe wählt. Heute kann ich das aushalten, als Kind war das sehr bedrohlich für mich und es gab im Zuge meiner menschlichen Reifung und Verwesentlichung hier einiges zu heilen und zu sortieren für mich.

Es kann sein, dass das für dich eine Hürde oder Falle darstellt – der unbewusste Angriff aus der Umgebung, sobald du beginnst, deine Begeisterung zu leben und zu leuchten. Dass du deshalb beginnst, dein Tempo zu drosseln, andere zu beschwichtigen, dein Feuer zu verstecken und dich etwas mehr zurückzuhalten, um diese unangenehmen Reaktionen zu vermeiden.

Sorum oder sorum: Du bist damit Teil des Problems – denn der Neid hat gewonnen.

Lösung:

Catch the moment! Wenn dich das anfasst, was jemand geschafft hat, schau, dass du so schnell wie möglich bei dem Gefühl von „inspiriert“ landest. Dann ergründe: Was genau ist an dem, was dieser Mensch hat, tut oder ist, für mich interessant? Was bedeutet das in und für mein Leben jetzt und konkret übersetzt?

Falls du tatsächlich Neid spürst: Frage dich konkret: Will ich wirklich, was dieser Mensch tut, ist oder hat? Ist mir das so wichtig, dass ich bereit bin, dafür einen vergleichbaren Weg zu gehen? Denn jeder, JEDER!, Erfolg ist ein tägliches und konsequentes „Schritt für Schritt“ auf einer langen Strecke. Falls du diesen Menschen also zum Beispiel um die Aufmerksamkeit beneidest, die er oder sie jetzt bekommt – sei sicher, er oder sie ist jetzt nicht dort, weil „so viel Aufmerksamkeit wie möglich bekommen“ sein oder ihr stärkster Antrieb ist. Mag sein, dass er das zu Beginn war, aber unterwegs dürfte sich das schnell geändert haben. Denn „Aufmerksamkeit bekommen wollen“ ist ein absoluter Burn-Faktor auf dem Weg zum Erfolg. Und du wirst bestechlich und erpressbar noch dazu.

Falls du das also nicht genug willst, was dieser Mensch ist, hat oder tut – und das merkst du, wenn du den Weg nicht gehen willst – dann frage dich: Was an diesem Erfolg ist relevant für mich? Welcher Teil? Woran erinnert es| er|sie mich?

Geh so lange auf die Suche, bis du gefunden hast, was wirklich dich darin betrifft.

Und dann frage dich erneut: Will ich das? Und wenn du ein 100%iges Ja hast – handle. Sofort. Soviel wie möglich. Am besten so lange und sehr schnell, bis du Umstände geschaffen hast, die eine Umkehr für dich unmöglich oder mindestens schmerzhaft machen würden.

Wenn du hier kein 100%iges Ja hast. Dann lass es und akzeptiere. Dann hast du auch keinen Grund für Neid. Denn nichts davon willst du wirklich, auch nicht in übersetzter oder essentieller Form. Dann mag dich selbst, wo du bist und wer du bist. Absichtlich. Dann kann es sein, dass der Neidimpuls aus einer „Sollte“ Ecke kam und gar nichts mit dir zu tun hat.

Was machst du, wenn du gerade balancierst zwischen einem alten Stadium und einem neuen, mit empfindlichem Gleichgewicht – und aus allen Ecken feuert es? Und du spürst diesen starken Drang wieder zurück zu gehen und dich zusammen zu ziehen? Oder wirst vom Schmerz über eine missgünstige Welt abgelenkt und beginnst, zu straucheln?

Frage dich: Will ich, dass Neid in dieser Welt eine Erfolgsgeschichte schreibt? Will ich selbst eine tragische Geschichte schreiben? Sie hätte ja gekonnt, die aber Welt ließ du nicht? Er wollte es doch so sehr, aber sein Vater…. ?

Was nimmst du an dieser Stelle wichtiger – deine Erfüllung? Oder ein wandelndes Mahnmal für das Versagen anderer zu sein? Ein Angriff also.

Nimm es als Check: Brenne ich genug für das, was was in mir brennt? Was in mir zum Ausdruck gebracht werden will, Wenn ich wählen müsste – wähle ich die nächste Ebene meiner Freiheit oder Geliebt werden wollen (Neid ist übrigens kein Ausdruck von Liebe) ? Meist ist die Antwort klar. Verstärke das Feuer und den stabilen Selbstbezug und geh weiter. Lass dich nicht anstecken vom Angriff und greif nicht an. Die Energie fehlt dir dann nämlich. Einfach: Flamme hochdrehen, weitergehen.

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