Die 37 Gründe, deine Lebensaufgabe nicht zu leben | N° 15- Wunde statt Gabe I

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Dies wird mal ein ebook. Du kannst aber jetzt schon Spaß damit haben.
Unter jedem Kapitel stehen Fragen. Die darfst du gerne beantworten oder auch kommentieren. Hier im angebotenen Kommentarfeld oder auf Facebook, wo jeder Punkt einen Extra-Post bekommt. Sprich mit mir. Ich antworte dir.


Aus der Serie: Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst – und wie du sie alle beheben kannst
 > Die konkreten Gründe – was du gegen dich hast: In Deinem eigenen Inneren, in der „äußeren“ Welt – und warum


 

Grund N°15 – Wunde statt Gabe I

Eine wesentliche Zutat für die eigenen Mission sind die Gaben und Talente, die wir haben. Damit sind jetzt nicht unbedingt „ skills“ gemeint oder Kompetenzen, sondern eher unsere psychisch – mentale Grundausstattung. Einzigartige Fähigkeiten, die in uns angelegt sind und die hoffentlich gesehen und gefördert werden. Oder an die jemand im Laufe seines oder deines Lebens auf magische Weise herangeführt wird und plötzlich die Anziehung spürt. Das „ Klick“ . Das Wachrufen einer unbändigen Sehnsucht, dem nach zu gehen, sei es Musik, Malen, Tiere, Heilung, Technologie. Philosophie, Lehren, heilen, Inspirieren, mit Worten umgehen, schreiben, Mit der Kamera Geschichten erzählen, analytisches Denken, Kinder fördern…

… Schönheit, Wohnen, Stoffe, Gewürze, Essen, Ausstattung.
In meiner Wahrnehmung ist es eine Art Glücksspiel, ob diese Anlagen in und von unserer ursprünglichen Familie gesehen und gefördert werden, schon gar, wenn sie dem „Plan“ der Familie für uns widersprechen.

Wer unbedingt Tierarzt oder Schauspielerin statt Ingenieur oder Mutter oder Anwältin werden will, hat oft schlechte Karten.

Also entweder wurden wir gar nicht gesehen in dem, was wir an das Buffet des Lebens bringen, oder es wurde gesehen und unterdrückt, abgelehnt und wohlmeinend ausgemerzt im Namen unserer prognostizierten Überlebensfähigkeit.

Gefühlt ist das zu 70% der Fall. 30% der Menschen hatten das Glück, von Eltern großgezogen zu werden, die der Meinung sind, das Kind müsse glücklich werden nach seiner Fasson und dass es überhaupt um Glücklichsein gehe im Leben und weniger um Leistung, Reichtum, Durchsetzung, Heldentum, Kontrolle und Glamour.
Nun ist es meine Erfahrung, dass unsere Gaben und Leidenschaften an unserem intimsten Ort liegen. Dort, wo wir am meisten wir selbst sind. Nackt. Pur. Ungeschützt. Wo wir mitgenommen werden von innen und außen. Wo uns das Leben pur trifft und wir dem Leben ebenso begegnen.

Wenn wir erlebt haben, dass wir in etwas abgelehnt oder nicht gesehen werden, das so ungeheuer seelennah ist, ist das so, wie wenn jemand unserem Arm den Krieg erklärt. Wegen dieses Arms gehörst du nicht zu uns. Dieser Arm macht Mami böse. Mit diesem Arm wirst du dich ruinieren. Schande über uns bringen. Dieser Arm ist genau wie der von Onkel Georg und schau wohin es ihn gebracht hat. In unserer Familie hat man keinen Arm. In der Welt, in der wir leben, ist dieser Arm nutzlos. Den Arm ist besser als meiner und bevor du mich vor der Welt damit demütigst, mach ich ihn dir madig. Das beste, was du mit diesem schrecklichen Arm machen kannst, ist, ihn zu verstecken.

Solltest du nun im Laufe deines Lebens auf Handball oder Volleyball als Sport stoßen und plötzlich merken, dass komischerweise hier der Arm perfekt ist, um weiter bei unserem veranschaulichenden Bild zu bleiben, wirst du anfänglich trotzdem jedes Mal, wenn du ihn benutzt, um zu­ spielen, all den Schmerz spüren, der mit ihm verknüpft ist. Zum Einen der Schmerz der Ablehnung der anderen, zum Anderen der Schmerz der Trennung. Du bist jetzt zwar ein glücklicher Volleyballspieler, aber hast – vermutlich – deine Familie verloren oder verraten.

Mindestens fühlt es sich so an.

Im anderen Fall ist es wie in der Geschichte mit dem hässlichen Entlein. Ich weiß und spüre, ich bin anders und etwas mit mir ist anders, aber überall da, wo ich glaube, hinzugehören, ecke ich an. Und weiß noch nicht mal, woran das liegt.

Immerhin kann ich ein ähnlich unerfülltes Leben wie meine Eltern und meine Umgebung führen; schauen, das ich ein sicheres Einkommen habe und Freundschaften pflege und so halbwegs ohne größere Depression durchkomme.

Ein Leben mit Grauschleier, das dir, uns allen, deshalb leicht gemacht wird, weil 80% der Menschen um uns herum so leben, es also „normal“ im Sinne von üblich ist und wir zudem durch massive und ständige Stimulation all unserer Sinne von eventuell aufkommenden Gefühlen der Sehnsucht nach echter Erfüllung und echter Bedeutung abgelenkt werden.

Unsere größten Gaben und Geschenke an das Leben liegen also häufig unter unseren größten Verletzungen. Und oft ist es so, dass die Verletzung sich wandelt, weil wir das Geschenk annehmen, auspacken und sind.

Genau deshalb ist es ebenfalls leider oft so, dass Menschen ihren Dauerschutzpanzer bevorzugen und jede sehende, fühlende Erinnerung daran, wer sie wirklich und eigentlich sind, als Bedrohung empfinden, weil so viel Schmerz daran geknüpft ist. Und die Schmerzfreiheit an dieser Stelle so hoch eingeschätzt wird, dass der Preis eines mittelmäßigen Lebens im Sumpf der Allgemeingültigkeit und im Grauschleier der Normalität, der materiellen Absicherung und den Ersatzspielen der Erwachsenen gerne gezahlt wird.

Sicherheit wird gerne gleichgesetzt mit Schutz vor Schmerz. In diesem Fall wird die eigene Geschichte lieber weitergelebt, als die Gabe, den Schatz zu heben, die die Kraft hätte a) die Geschichte umzuschreiben, b) den Schmerz zu wandeln und zwar zunächst unseren eigenen, dann auch den der anderen c) uns auf den Pfad unserer Mission schicken.

Das, was diesen Schmerz ein für alle Mal heilen würde, liegt unter ihm begraben.
Wenn ich endlich anfangen zu schreiben, wird mir möglicherweise plötzlich klar werden, wie mörderisch die Eifersucht meiner Mutter war und wie wenig ich geliebt wurde.
Einen Hof pachten und mit Tieren zu leben, wird mir auf schmerzhafte Weise den Dünkel meiner Familie bewusst machen und um wie viel Nebensächliches es daheim ging, aber nie um echtes Miteinander.
Mich voll und ganz auf meine Frau und meine Kinder einzulassen und meinen Beruf so planen, dass ich das kann, wird mir das Urteil „Schlappschwanz“ meines Vaters und meiner Berufskollegen eintragen – aber mich dennoch unendlich erfüllen, weil ich sehe, wie hoch ihr Preis ist, den sie für die nicht gelebte Intimität zuhause zahlen. Und für mich ist Familie eben nicht nur ein Wohlfühlort sondern ein tiefes Herzensanliegen. Weil ich weiß und spüre und alles in mir trage, was es dafür braucht.
Als Schauspieler zu arbeiten, lässt mich den Neid, das Anbiedern und die Verachtung meiner Familie spüren.

Bis ich so sehr Fuß gefasst habe, dass ich loslassen kann und es ihnen überlassen kann, ob sie springen oder nicht.

Erstaunlicherweise sind es oft genau die Familienmitglieder, die uns eindrücklich gewarnt („brotlose Kunst“), gedroht, ihre Liebe entzogen haben, die dann plötzlich in der ersten Reihe sitzen, sich umdrehen und stolz sagen: „Das ist mein Sohn! Und ich habs immer gewusst!“.

Das sollte aber kein Motiv für dich sein, denn so lange das dein Motiv ist, wirst du diesen Moment nicht erreichen. Erst, wenn du bereit bist, dir deine Gaben zu erobern, deinen Ausdruck zu erringen und den Konditionierungen deiner Kindheit zu entreißen und das konsequent tust, entstehen diese kleine Belohnungen, die du in diesem Moment oft gar nicht mehr so empfindest – sondern eher als Absurdität.

Die Lösung:

Triff eine Wahl. Eine Wahl für das Leben, denn jeder Schmerz, vor dem du dich schützt, ist ein Nagel auf dem grauschleierausgekleideten Sarg, in dem du dein mittelmäßiges Leben vor dich hin stirbst

Mach dir bewusst, dass du ein gebürtliches Recht a) auf Erfüllung und b) auf Vollständigkeit hast.

Und dass jeder Schmerz Ent-Wicklung deines wahren Selbstes bedeutet – daher feiere ihn! Jedes Abstreifen einer Maske, einer Hülle, einer Box, eines Kostüms gibt zunächst das rohe Fleisch der ursprünglichen Verwundung preis, aber ab diesem Moment ist es auch dem heilenden Sonnenlicht ausgesetzt. Zudem wirst du niemals erfahren, ob du dich gegenwärtig nicht in einem bekömmlicheren Biotop befindest, als es deine Herkunftsfamilie für dich war, wenn du ständig den Harnisch trägst, der dich vor den ursprünglichen Verletzungen schützen soll.

Wisse, dass der Schmerz, der sich zeigt bei deinen Schritten, ein Teil deiner Er-Lösung ist. Und kein Hinweis, dass der Weg falsch ist.

Auf deine Erfüllung!

Herzlich –

Lauretta

Your Mission-Coach


Hast du gelernt, den Schmerz zu umarmen? Kennst du das, dass nach dem Schmerz die Freiheit kommt? Ist deine Familie mitgegangen? 

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