Die 37 Gründe, deine Lebensaufgabe nicht zu leben | N° 16 – Meine Eltern! I

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Dies wird mal ein ebook. Du kannst aber jetzt schon Spaß damit haben.
Unter jedem Kapitel stehen Fragen. Die darfst du gerne beantworten oder auch kommentieren. Hier im angebotenen Kommentarfeld oder auf Facebook, wo jeder Punkt einen Extra-Post bekommt. Sprich mit mir. Ich antworte dir.


Aus der Serie: Die 37 Gründe, warum du deine Lebensaufgabe nicht lebst – und wie du sie alle beheben kannst
Die konkreten Gründe – was du gegen dich hast: In Deinem eigenen Inneren, in der „äußeren“ Welt – und warum


Lauretta Hickman, Sinn des Lebens, Find your Mission, A Life on Purpose, , Purpose, Sinn des Lebens, Sinnkrise, Worum geht's? , Was soll ich hier? , Meine Eltern

Grund N°16 – Es nicht besser haben dürfen als die Eltern

In diese Hürde bin ich im Zuge meiner Arbeit oft hineingelaufen. Sie ist so weit verbreitet wie unbewusst. Dabei ist sie eine von den „gemeinen“ .

Denn sie sitzt tief und generiert unglaublich Selbstsabotageakte und äußerst überzeugende Gedankenmuster.

Untersuchen wir zuerst einmal, woher die Macht dieser Hürde kommt.

Speziell in Deutschland haben wir nun mehrere Generationen von Kriegskindern und Kriegsenkeln. Zum Teil Eltern, die selbst bereits von traumatisierten Menschen erzogen wurden, um dann das nämliche Trauma neu zu erleben und ordentlich zu vertiefen.

Für die Nachfolgenden bedeutet es häufig: Nicht anwesende, emotional präsente Eltern. Dissoziiert. Die erlebte Gewalt weitergebend, nicht unbedingt körperlich, aber subtil strukturell.

Ich habe das selbst erlebt und mit vielen Betroffenen gesprochen: Wenn ein kleines Kind die psychische Labilität der Eltern erfährt, die Unberechenbarkeit, die Schmerzattacken, die Gewalt und das Ausmaß der Zerstörung, ist das lebensbedrohlich für dieses Kind. Es wird sicherlich ein Überlebenskünstler werden. Die emotionale Unterversorgung essentieller Bedürfnisse lässt sich im Laufe eines bewusst gelebten Menschenlebens heilen. Wesentlich schwieriger ist der Ort, an dem wir, als Kinder, ganz selbstverständlich unser Leben geben würden für die, die wir lieben. Manche von uns haben das getan. Und wenn das nicht gereicht hat, bleiben wir ein Leben lang ohnmächtig, verzweifelt und mit nutzlosen Werkzeugen am Rand des Geschehens stehen.

Wenn nun jemand von uns verlangte, ab jetzt sofort und zu 100% unser eigenes, vollkommen erfülltes, glückliches, friedliches und harmonisches Leben zu leben,fühlt sich das so an, als würde man sich abwenden und einen Nahestehenden bewusst blutend am Tatort zurücklassen, auch wenn dieser mit einem Messer fuchtelt, sobald man näher kommt. „Solange sie kein gesundes Leben haben, darf ich auch keines haben.“

Eine weitere Variante davon ist, dass nach dem Krieg das Augenmerk „zunächst“ nur auf dem (Wieder-)Aufbau der materiellen Welt lag, weil das Grauen zu groß war, um verarbeitet zu werden.

Für viele blieb das so: Eine Konzentration auf Materie, deren Beherrschung, Haben, Macht und Bildung als Ausdruck ultimativer Sicherheit.

Daraus erwuchs ebenfalls oft das Bedürfnis, dass die Kinder es mal besser haben sollten, aus einer Haltung der Aufopferung, basierend auf Schuld und Wertlosigkeit. Aber es ist ein „besser“, das sich auf das eigene Erlittene fokussiert. Nicht auf ein „besser“, dass damit gar nichts mehr zu tun hat, sondern mit Zukunftsfähigkeit.

Diese Aufopferung erschafft ein Tonnengewicht auf den Tragflächen eines notwendigerweise ungewöhnlichen, innovativen und kreativen Lebens. (Notwendig,weil zeitgemäß, aktuell gebraucht. Ungewöhnlich, kreativ, innovativ ist dringend erforderlich in der Welt, in der wir gerade leben.)

Somit steht dann an erster Stelle : Ich muss die Eltern retten, bzw., gerettet haben. Ihr Opfer muss sich doch gelohnt haben.

Wenn dann noch ein Elternteil dazu kommt, der – unbewusst – auf keinen Fall möchte, dass du es besser hast, um nicht mit dem eigenen Schmerz konfrontiert zu werden, von dem du möglicherweise aus der Ecke deines inneren Kindes heraus denkst, das wird einer von euch beiden nicht überleben, das volle Ausmaß dieses Schmerzes, bleibt dir wenig übrig, als allen Schmerz zu heilen und zu wandeln, deinen und den der anderen, und durch eine lange einsame Straße des psychischen Bomben-Angriffs zu wandeln, bis du tatsächlich auf der wundervollen, einzigartigen Mission-Allee deines Lebens angekommen bist.

Für alle anderen, nicht co-traumatisierten Kinder reicht bereits die Phase der Abwertung, der Urteile und der Verachtung gegenüber den eigenen Eltern, um diese durch das eigene Schuldgefühl ein Leben lang an sich zu ketten.

Lösung:

Die Lösung liegt im Gedanken, in der vertrauensvollen Überzeugung, dass dein Glücklichsein das größte Geschenk ist, das du deinen Eltern machen kannst.

Unbewusst wissen wir alle genau, was wir einander antun. Und dass es einen besseren Weg gibt. Manche können ihn gehen, manche eben nicht. Zudem kenne ich keine einzige Mutter, die das Gefühl hat, sie habe alles richtig gemacht, nicht nur hier, auch in anderen Kulturen und Ländern. Es bleibt da immer dieser gewisse Zweifel. Zumal Eltern, gleich ob Tier-oder Menscheneltern nur einen Job haben: Dich fit für „erfolgreich überleben“ zu machen.  Das wird in unserer verrückten Welt immer schwieriger. Passe ich mein Kind an den Wahnsinn an? Oder schule ich sein wahres Selbst, selbstbestimmtes Denken und setze es damit der Gefahr aus, die ersten 20-25 Jahre überall als Freak zu gelten. Nicht leicht.

Zu wissen, alle haben immer ihr Bestes gegeben, auch deine Eltern, verlangt von dir, Wunden zu schließen und aufzuhören, Recht haben zu wollen.

Wenn du also deine Eltern wirklich liebst – dann erlaubst du dir ein glückliches, erfülltes Leben.

Auch wenn dir das unterwegs familiären Aufruhr bescheren mag. Auch wenn es in dir das Kind gibt, das immer noch heimlich, leise und und trotzig denkt: „Aber ihr seid doch meine Eltern! Ihr sollt mich unterstützen, nicht unterdrücken!“ Das kann dazu führen, dass man und frau sich wegen der ausbleibenden Unterstützung vormacht, den Weg nicht gehen zu können. Das ist Blödsinn. Denn offenbar hattest du immerhin die Ressourcen in dir, bis hierher zu kommen. Also: Einfach weitergehen!

Und übe, auf dem Weg absolut nichts persönlich zu nehmen, was dir entgegengebracht wird. Das ist ebenfalls aktive Friedensarbeit.

Indem du deinen Weg gehst, in Frieden, Fülle und Entfaltung, bist du automatisch Medizin für die Generationen hinter dir.


Wo bist du? Noch am Rand des Unfallortes? Oder bist du schon Medizin für deinen Clan? 

Teile es hier. Oder auf FB.

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